MR Koloskopie

Jährlich erkranken in Österreich etwa 4500 Menschen an Darmkrebs. Damit gehört Darmkrebs zu den häufigsten Krebsarten. Typischerweise entsteht Darmkrebs über Jahre aus gutartigen Vorstufen, den sogenannten Darmpolypen. Bei der Darmkrebsvorsorge geht es darum diese noch gutartigen Krebsvorstufen frühzeitig zu entdecken und dann rechtszeitig zu entfernen.

 

Zur Entdeckung dieser noch gutartigen Krebsvorstufen kann neben der herkömmlichen Darmspiegelung auch die schonende virtuelle Koloskopie mittels MRT eingesetzt werden. Kleine Polypen, die als mögliche Vorstufen eines Darmkrebses bedeutsam sind, können bereits ab einer Größe von 5mm gut erkannt werden. Auch bei vorhandener Blutungsneigung, bei entzündlicher Darmerkrankung oder bei Herz- Kreislauferkrankungen kann die  schonende virtuelle Koloskopie eine wertvolle Alternative zur herkömmlichen Darmspiegelung sein.

 

Das Einführen eines Endoskops, wie bei der herkömmlichen Darmspiegelung, ist für diese Diagnostik nicht mehr notwendig, wohl aber die vorbereitende Darmreinigung durch Einnahme von Abführmittel.

Der Verzicht auf das Endoskop hat insbesondere auch dann Bedeutung, wenn die herkömmliche Darmspiegelung nur inkomplett möglich ist, z. B. aufgrund von Engstellen, Knickbildungen oder bei einem besonders langem Dickdarm.

 

Bei der Untersuchung werden etwa 1,5 Liter lauwarmes Wasser in den Darm eingebracht. (Das Insuflieren von Luft, das mit unangenehmen Dehnungsschmerzen verbunden sein kann, ist bei der MR-Koloskopie nicht notwendig.)

Anschließend wird der Darm von außen her gescannt und dann dreidimensional bildlich dargestellt. Die MR Koloskopie kommt im Gegensatz zur CT Koloskopie ohne jegliche Strahlenbelastung aus.

Liefert die MR Koloskopie ein unauffälliges Ergebnis, hat man seine Darmvorsorge für die nächsten 3 bis 5 Jahre schonend erledigt. Wird hingegen ein verdächtiger Polyp entdeckt so kann dieser zeitnahe entfernt werden, dann allerdings mit Endoskop.

 

Die MR Koloskopie wird als Privatleistung angeboten und kostet € 290,00.

Zahlreiche Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten oder zumindest große Teile davon.